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Kommunikation

7 min read · 26.11.2020

7 Tipps zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit

Wie schaffen es einige Unternehmen, die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Fachbereiche an sich zu binden und welche Rolle spielt dabei die Mitarbeiterzufriedenheit? Klar ist: Zufriedene Angestellte sind produktiver, sie identifizieren sich mit ihrem Job und fühlen sich mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Ein Jobwechsel kommt für sie nicht in Frage. Wie erkennen auch Sie die Bedürfnisse Ihrer Beschäftigten? Hat Mitarbeiterzufriedenheit etwas mit dem Gehalt zu tun? Welche anderen Faktoren spielen für die Zufriedenheit eine Rolle? In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie die Wünsche des modernen Beschäftigten aussehen und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie deren Zufriedenheit steigern können.

Mario

PR & Marketing

Menschliche Bedürfnisse und was eine Pyramide damit zu tun hat

Um die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden positiv zu beeinflussen ist es zuallererst wichtig, deren Bedürfnisse zu kennen. Besonders anschaulich lassen sich diese anhand der sogenannten „Maslowschen Bedürfnishierarchie bzw. Bedürfnispyramide“ darstellen, die fachübergreifend in den Sozialwissenschaften, der Philosophie aber auch der Theologie behandelt wird.

Demnach hat jeder Mensch fünf Bedürfnisebenen, die zueinander in einem Verhältnis stehen, indem sie aufeinander aufbauen. Der Mensch strebt stets danach, eine Bedürfnisebene zu befriedigen, um danach die nächsthöhere Ebene anzustreben. Die unteren drei Ebenen (physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse) werden auch unter dem Begriff „Defizitbedürfnisse“ zusammengefasst, da deren Nicht-Erfüllung die körperliche Unversehrtheit eines Menschen gefährden kann. Sind die Defizitbedürfnisse nachhaltig erfüllt, werden für einen Menschen die beiden sogenannten Wachstumsbedürfnisse (Individualbedürfnisse, Selbstverwirklichung) wichtig, die sich kontinuierlich weiterentwickeln. Folgende Ebenen werden im Einzelnen innerhalb der Bedürfnispyramide unterschieden:

  • Physiologische Bedürfnisse hängen mit der grundlegenden Funktionsweise des menschlichen Körpers zusammen und stellen daher in der Pyramide die grundlegende Basis dar. Zu den physiologischen Bedürfnissen zählen z.B. Essen, Trinken und Schlafen oder auch Kleidung.
  • Sicherheitsbedürfnisse prägen sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus, haben jedoch im Grunde mit der Erhaltung gewisser Lebensumstände und gewohnter Strukturen zu tun. Zu diesen zählen neben dem unmittelbaren Schutz vor Krankheiten, Einbruch, etc. auch Faktoren wie die Sicherheit am Arbeitsplatz, der Wohnung sowie die finanzielle Absicherung.
  • Soziale Bedürfnisse: Der Kontakt zu anderen Menschen, die Akzeptanz und Zugehörigkeit in einer bestimmten Gruppe sowie Geborgenheit, Zuneigung und eine gesellschaftliche Aufgabe gehören zu der sozialen Ebene. Da viele Menschen jedoch auch ihr Glück in der Zurückgezogenheit gefunden haben, sind in diesem Bereich der Pyramide die Übergänge zwischen Defizit- und Wachstumsbedürfnissen fließend.
  • Die Individualbedürfnisse lassen sich als eines der beiden Wachstumsbedürfnisse in zwei Unterkategorien einteilen. Während sich die eine Gruppe von Menschen selbst erfüllen lässt, gibt es auch eine andere Bedürfnisgruppe, für deren Erfüllung ein Zusammenspiel mit anderen Menschen notwendig ist. Dazu zählen Wertschätzung, Respekt, Kompetenz, Selbstständigkeit sowie Einfluss.
  • Die Spitze der Bedürfnispyramide stellt die Selbstverwirklichung dar. Hierbei geht es darum, das eigene Potenzial nicht nur zu erkennen, sondern auch zu entfalten und, entsprechend der eigenen Anlagen, nach persönlicher Bestleistung zu streben.

Tipps: So steigern Sie die Mitarbeiterzufriedenheit

Entsprechend der gerade beschriebenen Bedürfnispyramide eines Menschen können Arbeitgeber konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Mitarbeiterzufriedenheit auf den unterschiedlichen Ebenen zu erfüllen und so die Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen nachhaltig zu steigern.

Gesundheit der Mitarbeiter fördern

Zur physiologischen Ebene gehört insbesondere auch, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. Da sich die Gesundheit der Belegschaft maßgeblich auf deren Zufriedenheit und Motivation auswirkt, sollten Sie für ein gesundes Umfeld am Arbeitsplatz sorgen. Dazu gehören z.B. ein ergonomischer Arbeitsplatz mit verstellbaren Tischen und Bürostühlen, die genügend Platz für Arbeitsmaterialien auf dem Tisch sowie die Beine unter dem Tisch bieten. Auch moderne, schwenkbare Bildschirme, die nicht zum Flimmern neigen und deren Helligkeit sich umfassend einstellen lässt, gehören zur Grundausstattung. Generell spielt das richtige Licht am Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle, sodass es sich lohnt, ein eigenes Lichtkonzept zu entwickeln. Stellen Sie einen hohen Tageslichteinfall sicher, dieser wirkt sich positiv auf die Aktivität und Konzentrationsfähigkeit der Mitarbeitenden aus. Ältere sowie Beschäftigte mit Sehproblemen benötigen zudem eine andere Beleuchtungsstärke als jüngere bzw. Beschäftigte ohne Einschränkungen in diesem Bereich. Auch eine gesunde Ernährung und Sportangebote haben längst Einzug in Unternehmen gehalten und gehören für viele Mitarbeiter zu den Aufgaben eines fürsorglichen Arbeitgebers. Durch ein gesundes Ernährungsangebot in der Kantine, Kooperationen mit umliegenden „gesunden“ Restaurants sowie kostenlosem Wasser und frischem Obst schaffen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Alternative zum Burger um die Ecke oder dem Gebäck zwischendurch. Mit entsprechenden Fortbildungen können Sie zudem ein gänzlich neues Ernährungsbewusstsein fördern.

Auch durch Sportangebote können Sie zur Gesundheit sowie zum Wohlbefinden Ihrer Belegschaft beitragen. Ob Seminare für mehr Sport im Alltag, Betriebssport direkt im Unternehmen bzw. in nahegelegenen Sportstätten oder verbesserte Konditionen bei umliegenden Fitnessstudios und Vereinen.

Faire Verträge und Gehälter

Die Beschaffenheit des Arbeitsvertrages erfüllt das Sicherheitsbedürfnis der Beschäftigten und hat damit wesentliche Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Mit einem unbefristeten Arbeitsverhältnis setzen Sie ein Zeichen, dass Sie langfristig mit dem Mitarbeitenden planen. Auch eine lange Kündigungsfrist und Zusicherungen in Bezug auf Mutterschutz und Elternzeit rufen ein Gefühl von Sicherheit hervor.

Auch wenn Geld alleine nicht glücklich macht und für viele Angestellte andere Aspekte bei ihrem „Traumjob“ im Vordergrund stehen – mit fairen Gehältern drücken Sie Ihren Mitarbeitenden Ihre Anerkennung und Wertschätzung für ihre tägliche Arbeit und die erbrachte Leistung für das Unternehmen aus. Jedoch bedeutet mehr Geld, etwa durch Boni, nicht unbedingt eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit. Viel wichtiger ist den Beschäftigten die Anerkennung und Unterstützung durch Vorgesetzte. Andere Mitarbeitervorteile wie Firmenwagen, Jobticket oder attraktive Konsumgutscheine sind dagegen gern gesehen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter absichern

Auch das Thema Versicherungen erfüllt das Sicherheitsbedürfnis Ihrer Beschäftigten, wird jedoch vom Arbeitgeber oft unterschätzt und kommt daher selten zum Einsatz. Dabei sind neben einer betrieblichen Altersvorsorge auch Krankenzusatz-, Unfall sowie Direktversicherungen interessant. Fragen Sie nach den Interessen und Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Versicherungen und schaffen Sie ein attraktives Angebot.

Transparenz und Feedback etablieren

Je größer das Unternehmen ist, desto eher stellen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Frage, ob ihre Leistungen im Job von ihren Vorgesetzten wahrgenommen werden und wünschen sich Feedback und Anerkennung. Zu einer gelungen internen Kommunikation gehört daher der regelmäßige, direkte und offene Austausch zwischen Beschäftigten und Vorgesetzten. Eine offene Feedback-Kultur, die es erlaubt, ehrliche, konstruktive Kritik zu äußern aber auch gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung zu geben stellt die Weichen für ein vertrauensvolles Klima und für zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auch sollten Sie unbedingt transparent und lückenlos kommunizieren. Teilinformationen heizen unnötig die Gerüchteküche an und schüren Unsicherheiten sowie Vertrauensverlust. Vertrauen und Wertschätzung bringen Sie Ihren Beschäftigten zudem entgegen, indem Sie wichtige Entwicklungen und Neuigkeiten zuerst intern kommunizieren, bevor etwa die Presse informiert wird.

Zuhören und miteinander agieren

Eine reine Top-Down-Kommunikation vom Management in Richtung der Angestellten ist out! Machen Sie deutlich, dass jeder Mitarbeitende im Unternehmen zählt und eine Stimme hat. Moderne interne Kommunikation sollte als Dialog verstanden werden. Hören Sie zudem außerhalb von Terminen und offiziellen Runden Ihren Mitarbeitenden auch einfach mal zu! Welche Wünsche, Ängste, Sorgen und Probleme existieren im Team? Wie tickt der einzelne Mensch? Was motiviert ihn? Zeigen Sie sich als Arbeitgeber auf einer Ebene mit Ihren Belegschaft und drücken Sie mit Ihrem Interesse Ihre Wertschätzung aus. Moderne Kommunikationsmöglichkeiten wie Mitarbeiter-Apps ermöglichen zum einen den unkomplizierten Austausch zwischen Arbeitgeber und Angestelltem auf kurzem Wege sowie zum anderen dem Chef die Vermittlung von neuen Entwicklungen und Firmennews.

Fördern Sie neben einem positiven Betriebsklima auch das Zugehörigkeitsgefühl sowie das soziale Miteinander im Team durch teambildende Maßnahmen wie gemeinsame Ausflüge und Freizeitangebote oder auch sportliche Aktivitäten. Schaffen Sie gemeinsame Aktivitäten, die gleichermaßen die Work-Life-Balance erhöhen und sich zudem positiv auf den Teamzusammenhalt auswirken. Auch im täglichen Betrieb sollten Sie Räume für gegenseitigen Austausch schaffen – wortwörtlich: Denn Aufenthaltsräume bieten die Möglichkeit, Pausen miteinander zu verbringen, gemeinsam zu Essen oder etwa gemeinsam Tischkicker zu spielen.

Weiterbildung

Sind die grundlegenden Defizitbedürfnisse erfüllt, streben Menschen im Sinne der Selbstverwirklichung nach Wissen und Weiterbildung im Job. Für junge Fachkräfte sind Weiterbildungsangebote sogar mit ausschlaggebend bei der Wahl des Arbeitgebers. Da qualifiziertere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur zufriedener sind, sondern zudem wertvolle Vorteile für das Unternehmen bieten, sollten Sie diese intrinsische Motivation aktueller sowie potenzieller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unbedingt mit attraktiven Weiterbildungsangeboten fördern. Identifizieren Sie passende Möglichkeiten wie etwa „training on the job“ durch Kolleginnen und Kollegen oder Vorgesetzte am Arbeitsplatz, innerbetriebliche Schulungen oder auch externe Lehrgänge und bieten Sie so ein breit aufgestelltes Angebot.

Anerkennung und Mitarbeitergespräche

Wie bereits weiter oben beschrieben, wirken sich Anerkennung und Wertschätzung der Beschäftigten positiv auf deren Motivation und Zufriedenheit im Job aus. Dieses Bedürfnis nach Anerkennung können Sie z.B. durch spontane Wertschätzung in Form eines kurzen Lobes erfüllen. Langfristige Befriedigung erfahren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa durch Beförderungen bzw. erweiterte Handlungsspielräume oder auch andere Gratifikationen wie Wertgutscheine.

Anerkennung drücken Sie auch durch die bereits angesprochenen Feedback- bzw. Mitarbeitergespräche aus. Bestenfalls sollten Sie diese Gespräche in regelmäßigen Abständen abhalten. Durch das gemeinsame Festlegen von Zielen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten Sie dem Mitarbeitenden die Chance, den eigenen Karriereweg zielgerichteter zu verfolgen. Der Vorteil: Wenn Sie anhand erreichter Zielvereinbarungen die Mitarbeiterleistung positiv bewerten ist auch der ideale Rahmen für den Mitarbeitenden gegeben, Gehalts- oder Beförderungswünsche zu äußern. Das Gespräch hat demnach in zweifacher Hinsicht einen motivierenden Charakter für den Angestellten und trägt positiv zur Mitarbeiterzufriedenheit bei.

Mario

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