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Technology

7 min read · 28.10.2020

Industrie 4.0 im Unternehmen - so gelingt die Einführung

Die Digitalisierung hat branchenübergreifend längst Einzug in Unternehmen gehalten. Der Siegeszug des Internets macht auch vor traditionellen Industrieunternehmen in Deutschland nicht Halt: „Industrie 4.0“ lautet das Zauberwort, mit dem sich die Branche durchgängig beschäftigt – über 55.000.000 Suchergebnisse auf Google zeigen die Wichtigkeit moderner Technologien in der Industrie.

Sina

Marketing

Industrie 4.0 im Unternehmen – so gelingt die Einführung

Die Potenziale für die Industrie der Zukunft sind enorm: Eine digitale Vernetzung der Produktion ermöglicht eine deutlich höhere Flexibilität sowie Planbarkeit bei der Auslastung der Maschinen. Modulare, wandelbare, digitale Fabriken und Produktionsstraßen lassen sich schneller an neue Anforderungen anpassen – eine höhere Wirtschaftlichkeit und günstigere Produkte, auch bei kleinen Stückzahlen, sind einige der positiven Folgen.

Zahlreiche Daten können gesammelt, ausgewertet und für eine effiziente Produktion, bessere Planbarkeit von Verschleiß sowie individualisierte Produkte herangezogen werden. Auch Logistik und Kreislaufwirtschaft profitieren von der Vernetzung mit dem Internet, da sich Ressourcen und Warenflüsse besser kalkulieren und optimieren lassen.

Industrie 4.0 und Digitalisierung sind ein Thema in Ihrem Unternehmen? Die folgenden wichtigen Punkte sollten Sie in die Ausarbeitung Ihrer eigenen Planungen für die Transformation einfließen lassen.

Strategische Ausrichtung überarbeiten

Bevor Sie Ihr Unternehmen mithilfe von Industrie 4.0 für die Zukunft ausrichten, sollten Sie Ihre Firmenstrategie schärfen und dabei die folgenden vier Themen in den Blick nehmen:

  • Neben der Mission ist auch die Vision entscheidend für die Ausrichtung des Unternehmens und dessen Transformation: Welche Ziele sollen erreicht werden? In welche Richtung soll sich das Unternehmen mittel- bis langfristig entwickeln? Wird eine marktführende Stellung angestrebt, bzw. soll diese Stellung gehalten werden? Welche Unternehmensbereiche müssen weiterentwickelt werden? Wie gestaltet sich die Nachfolge?
  • Formulieren Sie anhand der oben beschriebenen Punkte die wichtigsten strategischen Unternehmensziele, wie z.B. Wachstum, Qualitätssicherung, Qualifikation der Beschäftigten, wirtschaftliches Ergebnis oder Globalisierungsmaßnahmen.
  • Sind die strategischen Ziele definiert, sollten Sie auch die operativen Ziele festlegen. Je nach Unternehmen können dabei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, (digitale) Produkte, Technologien, Kunden oder Märkte als wesentliche Treiber der Unternehmensentwicklung in den Fokus rücken und Gegenstand operativer Zielformulierungen werden.
  • Formulieren Sie klare Unternehmens- und Markenwerte, mit denen sich sowohl derzeitige Angestellte als auch potenzielle, auf dem Arbeitsmarkt verfügbare Fachkräfte identifizieren können. Dadurch stärken Sie die Mitarbeiterbindung und ziehen neue Kolleginnen und Kollegen an.

Technologien definieren

Die vierte industrielle Revolution wird, daran besteht kein Zweifel, vornehmlich durch Technologie und die digitale Vernetzung innerhalb der unternehmenseigenen Produktionsprozesse sowie der Maschinen an sich angetrieben. Analysieren Sie, welche Unternehmensbereiche mit Technologien für die Zukunft aufgestockt werden sollen und wo die größten Nutzenpotenziale stecken.

Beachten Sie bei allen technischen Neuerungen und modernen Maschinen, dass auch eine entsprechend moderne, performante IT-Basis zur Verfügung stehen muss. Denn mit dem schnellen Voranschreiten der Digitalisierung können nicht alle IT-Lösungen mithalten und es müssen ggf. ältere Systeme ausgetauscht werden. Um die digitale Transformation zu ermöglichen, braucht es eine Plattformlösung, die das Rückgrat des Unternehmens darstellt und an die je nach Bedarf weitere Programme angebunden werden können.

Derartige technische Lösungen, die im Bereich Industrie 4.0 eingesetzt werden können, stehen bereits heute zur Verfügung: Selbst größte Datenmengen können dank webbasierter Programmarchitektur schnell verarbeitet werden. Ergebnisse können jederzeit in Echtzeit und auf unterschiedlichen Endgeräten wie PCs, Smartphones sowie jeglichen Kundensystemen ausgegeben werden.

Eine Studie des Medienunternehmens IDG zum Thema Industrie 4.0 zählt unter anderem drei Anforderungen an die sogenannten IIoT-Plattformen. „IIoT“ lautet die Abkürzung für „industrielles Internet of Things“, also das „Internet der Dinge“, mit dem die zunehmende Vernetzung von Geräten untereinander sowie mit dem Internet bezeichnet wird:

  • Schnelligkeit
    Der Hauptnutzen und damit auch die Kernaufgabe moderner IIoT-Technologie ist es, physische Daten aus der Produktion zu digitalisieren. Aus „Big Data“ wird im Handumdrehen nutzbare „Smart Data“. Die benötigte Geschwindigkeit kann nur von Cloud-basierter Technologie erreicht werden.
  • Konnektivität
    In zahlreichen Fabriken ist eine Vielzahl unterschiedlicher Maschinen nicht ungewöhnlich. Aus dieser Vielzahl ergeben sich unterschiedliche Kombinationen verschiedener Baujahre, Hersteller und Typen von Maschinen. Industrie 4.0-Lösungen sind jedoch in der Lage, heterogene Maschinenparks an eine übergreifende, digitale Plattform anzuschließen und damit zu vernetzten.
  • Offenheit
    Smarte Fabriken sind in der Lage, sämtliche Teile und Prozesse zurückzuverfolgen und im Falle eines Fehlers umgehend zu alarmieren. Zudem können Fabriken mit sogenannten „Predictive Maintenance“-Lösungen ausgestattet werden, die mit unterschiedlichen Sensoren, Analysesystemen und Berechnungen lernfähig sind und etwa Störungen erkennen können, bevor diese auftreten. Das übergreifende Ziel dieser Implementierungen ist die „Null-Fehler-Fabrik“. Um die Zukunftsfähigkeit sicherzustellen, sollte die IIoT-Plattform dank offener Programmierschnittstellen kontinuierlich mit Daten versorgt und bei Bedarf um neue Technologien erweitert werden.

Erst der Mensch, dann die Maschine - auch in der Industrie

Einer der größten Denkfehler auf dem Weg zur Industrie 4.0, smarten, digitalen Fabriken mit modernen Maschinen, usw. ist die Annahme, die Einführung sei kompliziert und langwierig. Das ist falsch! Insbesondere, wenn Sie in kleineren, plan- und überschaubaren Teilschritten vorgehen. Dazu gehört auch, dass Sie die Veränderung und den Schritt in die Digitalisierung nicht als reines IT-Projekt begreifen.

Vielmehr setzt die vierte industrielle Revolution ein tiefgreifendes Change-Management mit moderner Management-Kultur voraus, das von der Chefetage vorgelebt wird: Nach dem Prinzip: Erst der Mensch, dann die Maschine. Um alte Denk- und Arbeitsweisen zu modernisieren, Beschäftigte für die Zukunft zu motivieren und sie auf der Reise zu einer effizienteren Produktion mitzunehmen, müssen Widerstände und veraltete Glaubenssätze aufgelöst werden.

Ziel muss es sein, die Beschäftigten umfassend und kontinuierlich zu informieren, zu schulen und sie dank zielgerichteter und offener Kommunikation am Veränderungsprozess aktiv teilnehmen zu lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen davon überzeugt sein, dass neue Technologien positive Auswirkungen auf den Standort haben, die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und Arbeitsplätze sichern, anstatt Jobs zu gefährden. Das sieht auch Heinz Adams, Produktionsleiter bei MANN + HUMMEL so: „Sie müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend informieren und schulen. Sie verstehen dann sehr schnell, dass das Arbeiten leichter und besser wird“.

Alle in die Kommunikation einbeziehen

Teil des Veränderungsprozesses hin zu Industrie 4.0 muss es also sein, mit einer durchdachten und offenen Kommunikation die Bindung zwischen Beschäftigten und dem Unternehmen zu festigen – das „Wir-Gefühl“ sowie das gegenseitige Vertrauen zu stärken. Sämtliche Angestellte, egal ob im Büro oder der Produktion müssen gehört und gleichermaßen in die Kommunikation eingebunden werden. Veraltete interne Kommunikationskanäle haben spätestens jetzt ausgedient: Produktionsmitarbeitende in der Industrie werden mit Newslettern, schwarzem Brett oder Intranet nicht erreicht.

Mit modernen Kommunikationstools wie der Mitarbeiter-App von Flip machen Sie die interne Kommunikation im Unternehmen fit für die Digitalisierung. Der Newsfeed der App hält sämtliche Mitarbeitende auf dem neuesten Stand. Das Management ist somit nah dran an jedem Einzelnen und kann über aktuelle Themen sowie wichtige News und Termine informieren – aber auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen können selbst Informationen verbreiten. Der praktische Chat ermöglicht es allen Angestellten, sich schnell untereinander, in Gruppen oder abteilungsübergreifend auszutauschen oder wichtige Dateien und Unterlagen zu versenden.

Flip lässt sich sowohl am PC als auch dem Smartphone jedes Beschäftigten nutzen – und das sicher und zuverlässig entsprechend der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Als einzige Mitarbeiter-App auf dem Markt ist Flip offlinefähig, das heißt selbst Kolleginnen und Kollegen, die in der Produktionshalle schlechten oder gar keinen Internetempfang haben, sind nicht mehr von der Kommunikation abgeschnitten.

Die Mitarbeiter-App von Flip ist innerhalb kürzester Zeit eingerichtet und lässt sich dank Logos, Schriftarten und Bildsprache im „Look & Feel“ jedes Unternehmens gestalten – ein weiterer entscheidender Faktor für ein Gefühl von interner Zusammengehörigkeit. Wie die Technologien der modernen Industrie lässt sich auch Flip in bestehende Systeme integrieren und modular um weitere Tools wie HR, SharePoint und viele mehr erweitern.

Ziehen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens an einem Strang und sind durch moderne, digitale Tools gut über zukünftige Prozesse und Veränderungen im Unternehmen informiert, bzw. werden ein Teil davon, haben Sie erfolgreich die Weichen für die Veränderung gestellt.

Quellen:

https://www.computerwoche.de/a/diese-drei-schritte-bringen-bis-zu-30-prozent-hoehere-produktivitaet,3545342

Industrie 4.0 Einführung Schritt für Schritt gestalten (Rainer Maria Wagner) in Industrie 4.0 für die Praxis: Mit realen Fallbeispielen aus mittelständischen Unternehmen und vielen umsetzbaren Tipps (Rainer Maria Wagner)

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